Job-Shadowing an der Escola del Treball in Barcelona

Job-Shadowing Barcelona CSBWV

Unsere KollegInnen Christoph Venghaus und Gwendolin Roth haben die letzte Woche in Barcelona verbracht, um den Schulalltag am Institut Escola del Treball zu erleben. Bei strahlendem Sonnenschein wurden sie sehr herzlich von den Kolleginnen und Kollegen der Partnerschule empfangen.

Schon beim Betreten des Gebäudes der Escola del Treball beeindruckt insbesondere die prunkvolle Eingangshalle, welche vor 100 Jahren bereits von Albert Einstein besucht wurde. Imposant ist zudem auch die große Bibliothek mit vielen Büchern und Arbeitsplätzen sowie die historische Aula, die als Eventhalle und Konferenzsaal genutzt wird. Auf die Schule gehen ca. 2.800 Schülerinnen und Schüler und es unterrichten dort mehr als 250 Lehrkräfte. Beim Gespräch über das Schulsystem der beiden Länder, interessierten sich die Kolleg*innen insbesondere auch über die Umsetzung der dualen Ausbildung in Deutschland. In Barcelona ist es zurzeit so organisiert, dass viele Schüler*innen, die dual lernen, vormittags in die Unternehmen und abends (zum Teil bis 21 Uhr) zum Unterricht in die Schule gehen.

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Das Job Shadowing-Programm ist ein on-the-job-training, bei welchem Mitarbeiter*innen für einen gewissen Zeitraum andere Mitarbeiter*innen quasi als Schatten begleiten. Unsere Lehrkräfte begleiteten den spanischen und englischen Unterricht und besuchten mit einer Klasse das katalanische Nationalmuseum für Kunst (MNAC). Beim Beobachten der jungen Menschen konnten sie das Lernverhalten und den Unterricht in Spanien mit dem eigenen in Deutschland vergleichen. Interessant war zudem, dass bei den Lehrkräften vor allen in den Pausen eine ganz andere Lebenseinstellung herrscht: es wird bewusst(er) Pause gemacht, sich dabei aus dem Schulgebäude entfernt, um einen Kaffee in einem der kleinen Straßenlokale zu trinken.

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Neben der Escola del Treball sahen Herr Venghaus und Frau Roth sich auch noch zwei weitere Schulen an (das Institut Poblenou ECAIB sowie das Institut Escola Industrial) und sprachen über den Ausbau der Austauschmöglichkeiten für Schüler*innen wie auch für Lehrer*innen im Rahmen von Erasmus+. Der ein oder andere Kollege zeigte dabei auch schon stolz seine eigenen deutschen Sprach-Skills.

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Beim Besuch der lokalen Agentur Barcelona Activa waren Herr Venghaus und Frau Roth vor allem von dem umfangreichen und durchdachten Gesamtkonzept begeistert. Barcelona Activa wurde vor 30 Jahren gegründet und es arbeiten dort inzwischen ca. 400 Personen in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. Die Agentur vermittelt Arbeitsplätze, baut ein Netzwerk zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern auf, fördert Talente und Unternehmertum und legt dabei einen großen Fokus auf die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

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Natürlich darf bei einem Besuch in der katalonischen Hauptstadt auch das Sightseeing nicht zu kurzkommen: „Gaudí studieren“ stand als Programmpunkt für einen Vormittag im Terminplaner. Casa Batlló, Park Güell wie auch die Sagrada Família waren als Werke des Künstlers Antoni Gaudí, der einer der wichtigsten Vertreter der Moderne war, zu bestaunen.

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Zusammenfassend gab es neben einem intensiven interkulturellen Austausch viele Möglichkeiten voneinander zu lernen und Erfahrungen und Ideen auszutauschen.