Juedische Nachbarn 760

Demokratiebildung ist für das Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung ein wichtiges Anliegen. Um das demokratische Grundverständnis, die Diskussionskultur und das Toleranzdenken der Schülerinnen und Schüler und der Schulgemeinde zu fördern, zeigen wir in unseren Räumlichkeiten die Ausstellung ´Jüdische Nachbarn`.

Kultur- und Schuldezernent Dr. Udo Witthaus dankte bei der Eröffnung für das Engagement und insbesondere den beiden Lehrerinnen Regina Schmidt (links im Bild) und Bettina Gatzek (rechts im Bild) für die Organisation der Ausstellung. Auf farbigen Roll-ups mit alten Fotografien sowie kurzen Infotexten und Biografie-Karten wird das jüdische Leben auf dem Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Lippe, in Westfalen und im Rheinland wieder lebendig. Schüler*innen lernen die Biografien früherer jüdischer Mitbürger*innen, deren Hoffnungen, Wünsche und Träume sowie deren Strategien der Lebensgestaltung kennen. Z. B. Ellen Tarlow aus Gütersloh, Tochter aus einer Gütersloher Viehhändler-Familie, die ab 1939 eine jüdische Schule in Bielefeld besuchte und deren Familie es 1941 gelang, in die USA zu emigrieren.

Der Schulleiter Marco Grahl-Marniok betonte: „Mit dieser Ausstellung verfolgen wir unser gemeinsames Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu toleranten, weltoffenen und pluralistisch denkenden, demokratischen Bürgerinnen und Bürgern unserer Gesellschaft zu erziehen.“

Die Ausstellung ´Jüdische Nachbarn – Ein Biografie-geleitetes Projekt zum jüdischen Leben auf dem Land und in der Stadt in Lippe, im Rheinland und in Westfalen zu Beginn des 20. Jahrhunderts` ist ein Projekt der Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster in Kooperation mit dem Geschichtsort Humberghaus in Hamminkel-Dingden.