Meine vierte Woche des Praktikums bei Zurich in Barcelona ist nun auch schon um. Ein gesamter Monat in Spanien. Langsam wird einem erst richtig bewusst, dass es anders als zuhause wirklich jeden Tag sehr warm ist und Regen eine absolute Rarität. Ich habe am Wochenende die Stadt weiter erkundet und mir die „La Segrada Familia“ sowie viele weitere Sehenswürdigkeiten des berühmten Architekten Gaudí angeschaut, welcher die Stadt sehr geprägt hat.

Als Praktikanten bei der Zurich Insurance Group hier im ServiceCenterSpain ist es unsere Aufgabe, den „account handlern“, also den festen Mitarbeitern im Team Unterstützung zu leisten. Die „account handler“ dienen in der Struktur internationaler Programme, die ich im vorherigen Wochenbericht bereits etwas erläutert habe, dazu die Instruktionen der PC’s (Producing countries) an die RC’s (Receiving countries) zu geben. Je nach Größe des Klienten können das auch pro PC gut mal 30-40 (oder mehr) RC’s sein. Die Aufgabe des account handlers ist es dann die Instruktionen nicht nur weiterzuleiten, sondern auch aufkommende Fragen bzw. die Kommunikation zwischen PC und RC sowie die Schnittstelle zu anderen Zurich Abteilungen zu sein. Auch behält der account handler den Überblick über den Status des Programmes in den verschiedenen RC’s und versucht auch den Prozess zu beschleunigen. Sobald dann ein Ergebnis in einem RC ausgearbeitet wurde, wird dieses Dokument zur Prüfung an eine Projektgruppe geleitet, die innerhalb von 24 Stunden das Dokument auf Abweichungen zur Masterpolice prüft und die Änderungen dokumentiert, sodass eine Entscheidung über eine Annahme/Ablehnung darüber leichter getroffen werden kann. Zurückblickend auf den ersten Monat meines Praktikums kann ich zusammenfassend sagen, dass es eine super Erfahrung ist. Nicht nur die Arbeitsabläufe in einem großen, multinationalem Konzern sondern auch, sich mit den verschiedensten Menschen zu unterhalten und diese kennenzulernen.

Nun ist bereits die dritte Woche meines Praktikums in Barcelona verstrichen. Ich habe am Wochenende den Berg Montjuïc erkundet, der sehr von den Olympischen Spielen 1992 geprägt ist. Auf dem Berg befinden sich aber nicht nur diverse Sportstätten, sondern es gibt auch einen fantastischen Rundblick über Barcelona. Sowohl die Stadt als auch der Hafen und die Küste sind sehr schön zu sehen und die Größe der Stadt ist beeindruckend.

Am Arbeitsplatz pendelt sich nach anfänglicher Einführungs- und Lernphase eine Arbeitsroutine ein. Ich möchte diesen Wochenbericht nutzen, um die Aufgabe des InternationalServiceCenterSpain im Geflecht des Unternehmens etwas zu erläutern, um später einzelne Aufgaben detailliert und verständlich auf dieser Grundlage beschreiben zu können. Die Abteilung arbeitet an „Internationalen Programmen“. Das bedeutet nichts anderes, als dass z.B. ein deutsches Unternehmen mit vielen Auslandsniederlassungen sich an Zurich wendet und die gesamten Unternehmensstandorte zu versichern. Das hat den bedeutenden Vorteil für das Unternehmen, dass es ein klar strukturiertes Risikomanagement hat und vom Hauptsitz die Gewissheit über viele Risiken des Unternehmens gewusst, überwacht und kalkuliert werden können. Das Unternehmen vereinbart dann mit Zurich Deutschland eine „Masterpolice“, die danach über den ServiceCenterSpain an Zurich Standorte in den einzelnen Staaten in denen das Unternehmen Niederlassungen hat weitergegeben werden. Diese Standorte setzen dann die wesentlichen Inhalte der Masterpolice nach örtlichem Recht in einen Vertrag um. Aus rechtlichen Gründen ist es nicht möglich Nationenübergreifend vom Hauptstandort alles mit einem Vertrag zu versichern. Diesen Vertrag schicken die Zurich Standorte dann zum ServiceCenterSpain zurück, wo der Vertrag auf Abweichungen zur Masterpolice geprüft, ggf. akzeptiert oder abgelehnt wird und anschließend an das Ursprungsland gemeldet wird, dass dieser Vertrag fertig ist. Somit ist die Aufgabe des ServiceCentersSpain die Koordinierung und Überwachung von internationalen Programmen sowie die internationale Schnittstelle zwischen PC`s (ProducingCountry, in unserem Fall Deutschland) und RC`s (ReceivingCountry, alle Länder die lokal die Police umsetzen).

In der zweiten Woche habe ich einen Ausflug in ein nahe Barcelona gelegenes Örtchen namens „Saint Feliu“ mit dem Reisebus gemacht. In dem Ort ist es sehr viel ruhiger und die Bucht, an der der Ort liegt hat einen kleinen Hafen und einen sehr ruhigen Strand. Das Wasser ist ziemlich klar. Meine Arbeitstage haben sich mit weiteren spannenden Aufgaben wie z.B.: die Erstellung von Berichten, integration von Daten in bestehende Datenbanken gefüllt. Des Weiteren habe ich von einer ehemaligen Praktikantin viele Aufgaben gezeigt bekommen, an denen ich aufgrund der noch beschränkten IT-Zugriffserlaubnis aber leider erst später arbeiten kann. Eine dieser Aufgaben ist zum Beispiel die Versendung von Zahlungserinnerungen, sogenannten „Late-Letters“. Hierfür bedarf es zuerst einem Datenabgleich der Rechnung in Form einer PDF mit dem Datenbanksystem IPS. Wichtig sind vor allem die Summe und die Vorgangsnummer sowie die Kontaktdaten. Nach dem die Zahlungserinnerung dann aus einer Vorlage heraus personalisiert abgeschickt wurde, muss diese Mail kategorisiert werden und in einen bestimmten Ordner im Mail Postfach abgelegt werden. Besonders gut gefallen hat mir weiterhin die sehr gute Hilfsbereitschaft der Kollegen. Sogar ohne nachzufragen kümmern sich die Kollegen und informieren sich, ob alles in Ordnung ist. Das angenehme Arbeitsklima ist überall im Unternehmen zu spüren und sorgt für gute Laune.
 
Nach einem Arbeitstag ist es in Barcelona sehr angenehm entweder einen Spaziergang am Strand oder dem Hafen zu machen oder durch die Stadt zu bummeln. Abends lässt es sich aufgrund der warmen Temperaturen gut am Strand mit einem leichten Abendessen sitzen und das Leben der Stadt auf sich wirken zu lassen. In Barcelona ist nämlich noch bis spät in die Nacht viel los.
 
 
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Die Schulpartnerschaft mit der Escola del Treball in Barcelona, die im November 2021 vereinbart wurde, trägt erste Früchte. Durch die Mithilfe der Kolleg*innen vor Ort und des Erasmus+ Programms konnten zwei Praktikumsplätze vergeben werden. Philipps erster Wochenbericht bei Zurich…

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Meine erste Woche des Praktikums in Barcelona liegt nun hinter mir. Sowohl in meiner Freizeit als auch beim Praktikum habe ich einige spannende Dinge erlebt.

Nachdem ich mein Apartment bezogen habe, bin ich gleich losgegangen und habe mir die Umgebung angeschaut. Da ich recht nah am Meer wohne habe ich als allererstes einen Spaziergang an der von Palmen besetzten Promenade Barcelonas gemacht von wo aus es ein faszinierender Blick entlang der Skyline ist. In den nächsten Tagen habe ich weitere Orte aus der Nähe, wie z.B. den Hafen (Port Vell) erkundet und mich immer weiter mit der Stadt vertraut gemacht. Unter anderem habe ich auch eine Busrundfahrt mit Audioguide durch die Stadt gemacht was mir besonders historische Aspekte näher gebracht hat als die eigene Erkundung. Auch die Größe der Stadt ist mir erst so richtig bewusst geworden, als ich im Bus sitzend vom Berg Montjuïc auf die Stadt geschaut habe. Das Bürogebäude des Unternehmens, bei dem ich mein Praktikum mache liegt ca. 5,5km entfernt quer durch die Stadt. Der Weg zur Arbeit ist somit also eher ein entspanntes durch die Stadt schlendern und jeden Tag auf neuen Wegen neue Teile der Stadt entdecken, auch wenn ich ab und an aufgrund der Temperatur mit der U-Bahn fahre.

Das Praktikumsunternehmen hat im Vergleich zum deutschen Standart sehr ungewöhnliche Arbeitsgewohnheiten: Verpflichtend ist z.B. nur ein Tag pro Woche Anwesenheit im Büro, der Rest also 4 Tage pro Woche können im HomeOffice gemacht werden. Mir wurde von Anfang an mit auf den Weg gegeben, dass auch fast alle Mitarbeiter tatsächlich nur einen Tag pro Woche ins Büro gehen. Die Kommunikation verläuft über Microsoft Teams, super schnell und alle Kollegen sind sehr sehr hilfsbereit. Die beiden Tage, die ich diese Woche im Büro anwesend war wurde ich jedes mal gefragt ob ich mit den Kollegen einen Kaffe in einem Laden einige Straßen weiter trinken möchte. Da die Betriebssprache Englisch ist gibt es auch keinerlei Kommunikationsschwierigkeiten. Ich wurde mit einem Laptop und Zugang zu Verwaltung sowie Kommunikationsnetzwerk ausgestattet, in diesem Bereich liegen auch meine Hauptsächlichen Aufgaben: Es sind viele, sehr verschiedene Aufgaben.

Ich arbeite in einem Team mit an einem Projekt, eine verständliche Erklärung der Aufgaben würde eine detaillierte Verdeutlichung der betrieblichen Prozesse erfordern, wo ich verwaltende, kommunikative und überwachende Aufgaben begleite und auch teils schon alleine übernehmen darf.