2019 AHR digital 760
Zwei Schüler des Abiturjahrgangs durften sich vier Tage nach ihren Abiturzeugnissen auch noch ihren Preis bei der IHK Detmold abholen, den sie in dem Wettbewerb „My digital life“ gewonnen hatten.

Dieser Wettbewerb bringt Schüler*innen mit der Wirtschaft in Verbindung, die neben ihrem Schulalltag auch noch ihre EDV-Kompetenz in einem Projekt unter Beweis gestellt haben.

Heinrich Derksen und Marvin Haak aus der AH6M1 hatten sich mit der Technik des Raspberry Pi vertraut gemacht und den Vertretungsplan (genauer gesagt: den Monitorplan im Foyer) der Schule auf einem Raspberry Pi zum Laufen gebracht.

Vorteile dieser Lösung waren die Platz-, Strom- und Kostenersparnis gegenüber einem PC, die brillantere Darstellung gegenüber einem Anschluss über VGA und die einfache sowie sehr effektive Lösung für die genannte Aufgabe. Das Projekt brachte den beiden Schülern neben Urkunden und viel Anerkennung auch Kontakte zu Firmen, die händeringend Ausbildungsplätze für Fachinformatiker besetzen möchten.

In die Geldränge hat es dieses Projekt dann doch nicht geschafft. Die Gelder (ausgelobt von der Unternehmensinitiative „Verantwortungspartner für Lippe“ Ecclesia Holding GmbH, Jowat SE, Unirez GmbH und Wortmann Schuh-Holding) gingen in der Kategorie „Sek II“ an ein neuronales Netz, welches Japanisch lernt, an eine automatisierte Beladung von Güterzügen mit Containern, die eindrucksvoll mit einer Modelleisenbahn demonstriert wurde und an eine Ergänzung für Untis, welche Vertretungsnachrichten auf die Smartphones von Schüler*innen und Lehrer*innen schickt (pusht) ohne dass man sich stundenlang Vertretungspläne anschauen muss. Für die letztgenannte Lösung hatte ein Schüler, der vor 3 Jahren von Pakistan nach Ostwestfalen gekommen war, mehr als 20.000 Lines of Code in Java programmiert.

Auch über viele andere höchst interessante Projekte, die nicht mit Preisgeldern ausgezeichnet wurden, konnten sich die Schüler*innen und betreuenden Lehrer*innen bei Canapés und Getränken austauschen. Zu diesem Zweck hatten alle beteiligten Projektgruppen jeweils ein Plakat gefertigt, auf dem sie ihr Projekt den anderen Teilnehmern und Firmen präsentierten. Darunter war z.B. auch ein so skurriles Projekt wie eine Rescuebox, die – platziert man sie in einem Auto - eine SMS an eine vorher festgelegte Person verschickt, wenn es z.B. einem in einem Auto zurückgelassenen Hund zu kalt oder zu warm wird.

Eine nette Begebenheit am Rande dieses Nachmittages war, dass der betreuende Lehrer für die CSB-Schüler Herr Wernke auf einen seiner ersten Schüler aus dem Beruflichen Gymnasium für Mathematik und Informatik (Abiturjahrgang 2005) traf, der wiederum mit seinen Schülern eines ostwestfälischen Gymnasiums nun einen Preis in der Kategorie „Sek I“ mit nach Hause nehmen durfte.

Weitere Informationen zu diesem für alle Beteiligten erfolgreichen Format können bei der IHK Detmold abgerufen werden (https://www.detmold.ihk.de/servicenavigation/presse-und-oeffentlichkeit/pressemeldungen/programmierwettbewerb-my-digital-life2/4318954). (WER)