Auslandspraktikum in Dublin

Erasmus+

Praktikumsbericht:

Somea Kutllovci in Dublin

(Höhere Handelsschule)

Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte ich die Möglichkeit, drei Wochen in Dublin, Irland, zu verbringen und dort ein Praktikum bei Yugo Kavanagh Court zu absolvieren. Für mich war es eine besondere Erfahrung, in einem anderen Land zu leben und gleichzeitig in einem internationalen Arbeitsumfeld zu arbeiten.

Schon vor meiner Abreise war ich gespannt darauf, was mich während des Praktikums erwarten würde. Ich wusste, dass ich viel mit Menschen zu tun haben würde, aber ich wusste noch nicht genau, welche Aufgaben ich übernehmen würde. Rückblickend kann ich sagen, dass ich während dieser drei Wochen viel mehr gelernt habe, als ich am Anfang erwartet hatte.

CSBWV - Erasmus+ Dublin

Während meines Praktikums arbeitete ich hauptsächlich als Rezeptionistin. Zusammen mit
drei weiteren Praktikanten unterstützte ich das Team im täglichen Ablauf. Die Zusammenarbeit mit den anderen Praktikanten machte die Arbeit oft sehr lustig und abwechslungsreich, konnte aber manchmal auch stressig sein. Es kam vor, dass wir zu viele Personen gleichzeitig für eine Aufgabe waren und deshalb manchmal nicht genug zu tun hatten. Gleichzeitig mussten wir uns gut absprechen, damit Aufgaben nicht doppelt erledigt wurden.

Da die Englischkenntnisse der anderen Praktikanten teilweise noch nicht so sicher waren, kam es gelegentlich vor, dass sie meine Aufgaben übernahmen, weil sie eine Aufgabe falsch verstanden hatten oder dachten, sie müssten sie erledigen. Deshalb habe ich schnell gelernt, klarer zu kommunizieren und meine Aufgaben deutlich abzusprechen. Ich war meistens diejenige, die nachgefragt hat, wenn etwas unklar war oder wenn ich Hilfe benötigt habe. Gleichzeitig habe ich versucht, die anderen Praktikanten zu ermutigen, selbst mehr Fragen zu stellen und sich auf Englisch auszudrücken.

Mir war dabei wichtig, ihnen nicht immer sofort die Arbeit abzunehmen oder für sie zu sprechen. Ich wusste, dass ich nicht jeden Tag da sein würde, um ihnen bei ihren Englischkenntnissen zu helfen. Deshalb habe ich sie dazu ermutigt, selbstbewusster zu sprechen, auch wenn sie Fehler machten. Dadurch habe ich selbst gemerkt, dass Teamarbeit nicht nur bedeutet, anderen zu helfen, sondern auch dafür zu sorgen, dass andere selbstständiger werden.

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Meine Aufgaben während des Praktikums

In der ersten Woche war mein Praktikum sehr abwechslungsreich, aber teilweise auch stressig. Als Rezeptionistin übernahm ich unter anderem Check-ins und Check-outs, begrüßte Gäste, half mit dem Gepäck und beantwortete Fragen. Außerdem kontrollierte ich die Zimmer und half dabei, dass alles in Ordnung war.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Gast, der seine Tasche mit Reisepass und Geld in einem Uber vergessen hatte. Da er nicht gut Englisch sprach, war er sehr gestresst. Ich übernahm die Situation, half ihm, den Fahrer zu kontaktieren, und erklärte ihm außerdem, welche Busse er nehmen konnte und wie er Google Maps nutzen kann. Wir brachten ihm Wasser, während wir auf die Rückmeldung warteten. Zum Glück bekam er seine Tasche zurück. Dadurch lernte ich, auch in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und schnell nach Lösungen zu suchen.

In der zweiten Woche arbeitete ich mehr am Computer. Ich kontrollierte die Batterien der Türschlösser und überprüfte außerdem die Schlüssel darauf, ob sie funktionierten. Danach sortierte ich die Schlüssel nach Zimmern und Blöcken, damit sie schnell gefunden werden konnten. Die Ergebnisse der Kontrollen trug ich anschließend in Checklisten und ins System ein. Außerdem aktualisierte ich Gästedaten wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Passdaten sowie Änderungen bei Reservierungen, Stornierungen, No-Shows und Early Check-ins.

Eine weitere Aufgabe war die Bearbeitung von Paketen und Bestellungen. Wir nahmen Pakete von Gästen und Studenten entgegen und trugen sie mit den entsprechenden Informationen in das System ein, damit alles nachvollziehbar blieb.

Zusätzlich durfte ich im Bereich Marketing und Social Media mithelfen und kleine TikTok-Videos für das Yugo Kavanagh Court erstellen. Wenn weniger los war, halfen wir bei verschiedenen Aufgaben, zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Dekorieren eines Zimmers für einen Geburtstag. Insgesamt konnte ich dadurch viele verschiedene Bereiche kennenlernen von direktem Gästekontakt über organisatorische Aufgaben bis hin zur Computerarbeit und Social Media.

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Was ich während des Praktikums gelernt habe

Während meines Praktikums habe ich gemerkt, dass die Arbeit an der Rezeption viel mehr bedeutet, als nur Gäste ein- und auszuchecken. Man muss aufmerksam sein, schnell reagieren und gleichzeitig freundlich und professionell bleiben. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und selbstständiger zu arbeiten. Nicht jede Situation war vorhersehbar, deshalb musste ich manchmal selbst überlegen, was als Nächstes gemacht werden sollte.

Auch meine Englischkenntnisse haben sich deutlich verbessert. Durch den täglichen Kontakt mit Gästen musste ich auf Englisch Fragen beantworten, Informationen erklären und auch in
stressigen Situationen kommunizieren. Dadurch wurde ich sicherer und habe mehr Vertrauen in meine Sprachkenntnisse bekommen.

Außerdem habe ich gelernt, wie wichtig klare Kommunikation im Team ist. Gerade durch die Zusammenarbeit mit den anderen Praktikanten musste ich lernen, Aufgaben abzusprechen,
Probleme anzusprechen und gleichzeitig andere zu ermutigen, selbstständiger zu werden.

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Meine Erfahrungen im Betrieb

Die Mitarbeiter bei Yugo Kavanagh Court waren sehr freundlich und respektvoll. Sie unterstützten uns Praktikanten bei unseren Aufgaben und beantworteten unsere Fragen. Besonders positiv fand ich unsere Managerin. Sie war sehr verständnisvoll und konnte bei Problemen schnell eine Lösung finden. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass wir als Praktikanten ernst genommen wurden und jederzeit um Hilfe bitten konnten.

Auch die Zusammenarbeit mit den drei anderen Praktikanten war ein wichtiger Teil meiner Erfahrung. Wir haben viel zusammen gelacht und uns gegenseitig unterstützt. Natürlich gab es auch stressige Situationen, zum Beispiel wenn mehrere Personen gleichzeitig dieselbe Aufgabe machen wollten oder Missverständnisse entstanden. Dadurch habe ich gelernt, dass Teamarbeit nicht immer automatisch einfach ist. Man muss miteinander kommunizieren, Verantwortung übernehmen und den Mut haben, etwas anzusprechen, wenn es nicht funktioniert.

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Meine Gastfamilie

Auch meine Gastfamilie war ein wichtiger Teil meiner Reise. Die Familie war sehr freundlich und lustig, und wir fühlten uns schnell willkommen. Am Anfang war ich etwas nervös wegen der vier Hunde der Familie, weil sie mich zuerst ein bisschen erschreckt haben. Mit der Zeit gewöhnte ich mich jedoch an sie und begann, sie sehr zu mögen. Am Ende freute ich mich sogar jeden Tag darauf, sie zu sehen. Unser Zuhause wurde während der drei Wochen zu einem Ort, an dem wir uns sicher und wohl fühlten. Die Zeit mit der Gastfamilie hat mir gezeigt, wie schön es sein kann, für eine gewisse Zeit Teil eines anderen Alltags und einer anderen Familie zu sein.

Fazit

Dublin selbst war für mich ein besonderes Erlebnis. Die Stadt war groß, lebendig und manchmal ziemlich laut. Trotzdem gab es immer etwas Neues zu entdecken. In unserer Freizeit besuchten wir unter anderem den Phoenix Park, Dalkey Hill und verschiedene Strände, darunter Burrow Beach.

Besonders schön fand ich den Phoenix Park, weil wir dort die Natur genießen und die Stadt für eine Weile hinter uns lassen konnten. Auch der Ausflug zum Dalkey Hill war ein Highlight, da man von dort eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung und die Küste hatte. Außerdem besuchten wir das Trinity College, das Stephen’s Green Shopping Centre, die Molly Malone Statue, die George’s Street Arcade und die Christ Church Cathedral. Dadurch konnten wir viele verschiedene Seiten von Dublin kennenlernen. Wir lernten viele neue Menschen kennen und probierten unterschiedliche Orte aus. Besonders das Essen in Dublin hat mir gut gefallen. Obwohl es teilweise ziemlich teuer war, fand ich, dass sich vieles trotzdem gelohnt hat.

Mein persönlicher Höhepunkt war jedoch nicht nur ein bestimmter Ort, sondern die gesamte Kombination aus Arbeit, neuen Menschen und dem Leben in einer neuen Umgebung. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich während des Praktikums immer mehr Verantwortung übernommen habe.

Die Situation mit dem Gast, der seine Tasche mit seinem Reisepass und seinem Geld verloren hatte, hat mir gezeigt, dass ich auch in einer stressigen Situation ruhig bleiben und selbstständig handeln kann. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Praktikanten war für mich eine wichtige Erfahrung. Ich habe gelernt, meine Stimme zu benutzen, wenn etwas unklar war, und gleichzeitig andere dazu zu ermutigen, ihre eigene Stimme zu finden.

Durch die Arbeit als Rezeptionistin habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, mit unterschiedlichen Menschen umzugehen und auch in unerwarteten Situationen nach Lösungen zu suchen. Gleichzeitig konnte ich meine Englischkenntnisse verbessern und Erfahrungen im Kundenkontakt, in der Organisation, am Computer und im Social-Media-Bereich sammeln.

Außerhalb der Arbeit habe ich gelernt, mich in einer fremden Stadt selbstständig zurechtzufinden und mich auf neue Situationen einzulassen. Vor meiner Reise dachte ich, dass ein Praktikum hauptsächlich darin besteht, die Aufgaben zu erledigen, die einem gegeben werden. In Dublin habe ich jedoch gelernt, dass man selbst erkennen muss, was gerade getan werden muss, Verantwortung übernehmen und manchmal auch den ersten Schritt machen muss.

Wenn ich an Dublin zurückdenke, denke ich deshalb nicht nur an die Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem an die Menschen, die ich kennengelernt habe, die kleinen Situationen im Alltag und daran, wie selbstständig ich während dieser Zeit geworden bin. Ich bin besonders dankbar für die Menschen, die diese Reise so besonders gemacht haben die Mitarbeiter bei Yugo Kavanagh Court, meine Gastfamilie, die anderen Praktikanten und die Menschen, die wir in Dublin getroffen haben.

Rückblickend war Dublin für mich nicht nur ein Praktikum, sondern eine Erfahrung, an die ich mich noch lange erinnern werde. Ich bin durch diese Reise selbstständiger, offener und sicherer geworden und habe gelernt, außerhalb meiner Komfortzone zu wachsen. Ich bin sehr dankbar, dass ich durch Erasmus+ die Möglichkeit bekommen habe, diese Erfahrung zu machen. Wenn ich noch einmal die Chance bekommen würde, ein Auslandspraktikum zu machen, würde ich sie definitiv wieder nutzen.

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